Reiseberichte Teil 3

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Von Beaches, Vulkanen, Goldsuchern und Savanne

Von Beaches, Vulkanen, Goldfeldern und Savanne handelt diese Mail.
Freitag Mittag, wir sitzen in Karumba, am Golf von Carpentaria in der Sonne, unter Palmen, bei 33 Grad, mit einer leichten Brise und halten Siesta. Heute war ein fauler Tag, Dorfrundgang und Seafood essen, aber sonst nichts – Pause! Wobei der Tag schon im Pool anfing, danach das übliche Camperfrühstück (Toast – wir haben einen Toaster im Auto!), Joghurt, Nescafe, Joghurt und eine Apfelsine oder so.

Nun will ich Euch aber nicht mit unserem Faul sein langweilen…

Mission Beach, Innisfail und zurück ins Atherton Tableland

Von Mission Beach ging’s zurück über Innisfail, wo dieses Jahr ein Zyklon und heftige Regenfälle ordentlich Schaden angerichtet haben.

Danach ging’s wieder hoch in die Atherton Tablelands, vorbei an Teefeldern nach Ravenshoe, an den Innot Hot Springs (70 Grad warmes Wasser im Bach) vorbei nach Undara. Unterwegs nicht nur die üblichen „Road Safety“ Hinweise, sondern manchmal auch was drastischeres…

Undara

Die Undara Lava Tubes wurden erst 1990 erforscht und dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im nahebei liegenden Ressort kann man in alten Eisenbahnwaggons wohnen, ein tolles Outbackfrühstück haben (Toast auf dem Lagerfeuer toasten) und Touren zu den Lava Tubes machen. Die Tubes sind „ausgelaufene“ Lavaflüsse. Vor 190.000 Jahren ergoss sich ein Vulkan ins Land und füllte die Täler mit Lava. In den Flussbetten strömte die Lava, wie Wasser, entlang. Die äußere, obere Schicht erstarte und bildete „Röhren“ (Tubes), in denen die Lava weiterfloß. Am Ende liefen die Tubes leer, wie ein Wasserrohr leer läuft und die heute zu sehenden Lava Tubes blieben über. Die Ströme sind insgesamt 160 km lang, zu sehen ist nur ein ganz kleiner Teil. Viele sind auch eingestürzt. Sie dienen heute Tieren in der Hitze als Rückzugsmöglichkeit, Fledermäuse hängen an den Decken, die Ureinwohner haben sie zeitweise als Lagerstätten genutzt, aber sind nie lange geblieben, da es nicht ausreichend Wasser gab.

In die Goldfelder bei Georgetown

Weiter ging die Reise auf dem einspurigen Highway und dann über Pisten in die ehemaligen Goldfelder bei Georgetown. Auf dem Campingplatz lagerten wir neben einem Pärchen, die Beiden sind vor über 30 Jahren aus Deutschland ausge- wandert, und die Hälfte des Jahres ziehen sie mit Wohnwagen und Metallsuchgeräten durch die Goldfelder und suchen und finden Gold, als Hobby und Beschäftigung im Ruhestand.

Kaum vorzustellen, das hier vor 150 Jahren Städte mit einigen tausend Einwohnern waren, heute noch ein paar verschlafene Nester, eine lange Schmalspur-Eisenbahn, ein Pub in jedem Ort und sonst viel Gegend. Cattle Country – viele Wasserstellen an den Wegen, wo sich nicht nur das Vieh zum trinken einfindet, sondern auch Emus, Kängurus und alle Arten von Vögeln. Über Georgetown (tolle Mineralienaustellung und Croydon ging es weiter nach Normanton.

 


Gulf Country

Zwischen den letztgenannten Städten verkehrt heute noch der Gulflander, eine Langstrecken Ferkeltaxe würden wir es nennen, ein Schienenbus, der heute noch einmal wöchentlich die 150 km Schmalspurbahnstrecke bedient, für die Touristen. Normanton, um 1890 eine „große“ Hafenstadt war der Verladehafen für die Goldfelder und fürs Vieh. Mit Resten des Hafens, einem alten Lagerhaus und Zentrum der Region mit Flugplatz, Krankenhäuschen und allem was dazu gehört.

Heute ist das noch ein bisschen hier in Karumba. Außerdem werden hier Prawns und Seafood jeder Art angelandet.

Nun denn, für uns geht’s die Tage weiter in die Savanne, um dann irgendwann nächste Woche in Katherine anzukommen.

Spätestens bis dahin – seid gegrüßt

von Ole und Klaus