Reiseberichte Teil 1

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Hallo und G’day mates

Nachdem ihr in den letzten Tagen schon die eine oder andere Mail von Klaus und mir bekommen habt, fange ich jetzt mal mit `nem „Reisebericht“ an. Es tippt sich zwar gerade nicht so toll im Dunklen, aber die Rechtschreibhilfe wird’s schon richten… Genug der Vorrede – los geht’s.

Crocodile Hunter

Jaja, den Crocodile Hunter hat es erwischt. Quasi vor unserer Nase, wir sitzen hier in Cape Tribulation, 60 km nördlich Port Douglas (vor der Küste geschah es). Im "Australian" stand gestern, das sie einen Staatsakt für ihn planen. Das Great Barrier Reef liegt vor uns, die Zikaden werden übertönt, ich höre die Brandung – der Strand ist 50 m vom Campingplatz weg, den Regenwald im Rücken.

 

Und morgen wollen wir dann auch `ne Tour ins Reef machen, mal gucken ob wir die Stonefishes sehen, die er nicht gefunden hat, oder doch nur auf die Stinger treffen die ihm den Garaus gemacht haben …? Darüber dann aber später mehr.

Aus Tokio hatten wir ja Samstag schon gemailt, der Weiterflug nach Brisbane hat dann noch mal gute acht Stunden gedauert. Wir saßen im Oberdeck, am Notausgang, zumindest für die Beine war 2 Meter Platz, aber sonst war`s ziemlich eng und unbequem. Der Service war aber superfreundlich. Die japanischen Stewardessen haben immer gelächelt und sich dauernd verbeugt.

Brisbane

Nun dann, in Brisbane, morgens um sieben angekommen, die Einreise und Zollkontrolle überwunden, in den Airport Train und ab in die Stadt. Vom Bahnhof noch zehn Minuten zur Jugendherberge (YHA), Gepäck abstellen und runter an den Brisbane River in die Southbank. Das ehemalige EXPO Gelände (1988), immer noch als Park mit Kultureinrichtungen, Schwimmbad, Cafes, Museen in Benutzung, ganz im Gegensatz zu Hannover…

Verpasst haben wir leider das Feuerwerk, von den Hochhäusern und Brücken am Fluss, von Jets und Spitfires der australischen Luftwaffe die durch die Häuserfluchten der Stadt flogen und das Feuerwerk untermalten. Leider am Abend vor unserer Ankunft.

Aber auch so zwei kurzweilige Tage in der Stadt verbracht. Meilenweit gelaufen, und mit den City Cat’s auf dem Fluss die Stadt entdeckt. Die Cat’s (Katamarane) gehören zum öffentlichen Nahverkehr und brauchen für eine Strecke eine Stunde. Da sieht man von alten Docks und Wollelagerhäusern über superschicke Villen, die Hochhäuser der City, neue Wohngebiete bis zur Uni und Parks die Stadt an einem vorbeiziehen. Am ganzen River Fuß- und Radwege, mit viel Betrieb.

Brisbane, mit 1,6 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt in Australien, wird von vielen als die schönste Stadt gerühmt. Das kann ich nun gar nicht verstehen, denn Sydney ist durch seine Lage direkt am Meer, die Buchten und den Hafen zehnmal schöner. Aber eine Reise wert ist es allemal. Nur vielleicht mal nicht in der Jugendherberge, die war zwar o.k., das Zimmer auch in Ordnung, aber insgesamt doch schon ein bisschen heruntergekommen und mit anderen nicht zu vergleichen. Eine viel schönere haben wir dann in Cairns erlebt.

Cairns

Am Dienstag ging’s von Brisbane mit Virgin Blue (2 Leute, 2 Stunden Flug, 250 AUS$) nach Cairns  in die Tropen.

Von Brisbane, entlang der Küste, trotz Wolken, immer mal wieder ein Blick nach unten aufs Land und Meer.

In Cairns dann schon beim Aussteigen ein Schlag – warm, feucht. Ab in Taxi, Klamotten abladen und ab in den Touristenrummel. Shops mit allem Plunder, Kneipe an Kneipe, ein „Nightmarket“ mit dem gleichen Plunder wie in den Läden. Jede Menge Ausflugsboote, Wasserflugzeuge, …

Aber auch eine wunderschöne Uferpromenade mit Pelikanen, Fischen und sogar Schlammspringern. Dazu blauer Himmel über der Stadt und Wolken verhangene Gipfel drum herum. Für einen Zwischenstopp nur zu empfehlen.

Gestern, am Mittwoch, sind wir dann mit dem Taxi raus in `nen Nachbarort, um den Mietwagen, wieder mal einen Bushcamper, in Empfang zu nehmen.

 

 

Verlief alles soweit reibungslos. Ein paar Fotos vom Auto, Papiere klargemacht, bezahlt und los.

Gleich um die Ecke war ein Woolworths Supermarkt und Bottle Shop. Also alles was uns einfiel eingekauft. Auto beladen, Kühlbox an, und: Hhhhmmmphh. Warten: Hhhhhmmmmppphhh. Oh super, die Werkstatt wo wir den Wagen abgeholt hatten war ja fast um die Ecke, also schnell angerufen und 10 Minuten später war ein Mechaniker da, hatte `ne Startbatterie dabei und schon lief der Wagen wieder. Also noch mal zurück in die Werkstatt, und wir in den Dorfpub, ein „Mittags Ale“ schlürfen. Nach `ner halben Stunde war die eine neue Batterie da und eingebaut und los ging’s zum Zweiten Mal!

Knapp 180 l Diesel Tanken und ab Richtung Port Douglas. Spektakuläre Küstenstraße, erster Regenwald, und Sugar Cane ohne Ende. Zuckerrohrfelder sind hier oben überall zu sehen, dazwischen die Schmalspurbahnen, die das Zeug abholen und zu den Verladestellen für die LKW bringen.

Kurz vor Port Douglas auf den Campingplatz und dort erstmal ein bisschen Auto einräumen, das erste wir-kommen-an-packen-Tisch-und-Stühle-aus-XXXX-trinken und nach ein bisschen Erholung noch Port Douglas erkundet. Abends am Barbie Fleisch und Zwiebel gegrillt, dazu `nen süffigen australischen Rotwein und die erste Nacht im Auto.

Heute Morgen dann noch im Tropical Habitat Center  gefrühstückt, unter Attacken der Vögel und Schlangen und weiter über Daintree, Cow Bay hier nach Cape Tribulation (der alte Cook hat hie sein Schiff ins Reef gerammt…). Und für heute endet die Geschichte hier, die Tage geht es dann weiter…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Reef

Tja Folks, heute haben wir voll die Tour gemacht, vom 200 Millionen Jahre alten Regenwald in das größte Lebewesen der Welt – vom Daintree N.P. ins Great Barrier Reef. Einfach nur spitze.

Das war wirklich spannend. Um 8 ging’s los, vom Strand mit `nem Motorboot zum Katamaran, die fünfköpfige, jokige Crew stand zur Begrüßung bereit. Erste Einweisung in Reef, Schnorcheln und überhaupt. Na ja, kurz und knapp. 19 km raus gefahren, hat gut `ne Stunde gedauert, und dann fünf Stunden lang Schnorcheln! Nemo und seine Freunde haben in Massen auf uns gewartet. Riesenschildkröten und Fische von fingergroß bis Halbmeter lang. Von schwarz-weiß gestreift bis kunterbunt. Von einzeln bis zum Schwarm von Tausenden an der Kante zum tiefen Meer. Korallen, klar, alles voll, Riesenmuscheln (1-2 m lang) die beim Überschwimmen zu machten. Ein tolles Erlebnis! So jetzt noch los zum mailen und dann ist Feierabend für heute. Trotz literweise Sunscreen brennt's im Kreuz ;-)

Macht’s gut, bis zur nächsten Mail!

Grüße von „on top down under“

Ole, Klaus und der Igeling